Karpathos & Rhodos 2001 - Tag 13
Freitag- 13. Reisetag
Es ist 12.30 Uhr. Wir waren gerade einmal 1 ½ Stunden auf dem Rad, schon liegen wir wieder am Strand von Cap Fourni. Zwanzig Streckenkilometer und 300 Höhenmeter haben wir schon geschafft, der Wiederaufstieg nach Monolithos und die Fahrt nach Embonas, dem Etappenziel heute, liegen vor uns. Die frühe Pause ist nicht optimal, aber nur hier am Cap bot sich eine Badepause an, weil es anschließend wieder ins Innere der Insel gehen sollte.
Welch eine fantastische Abfahrt vom Dorf Monolithos hier herunter ans Kap. Die Straße schlängelte sich durch vegetationsreiche Küstenhänge, unter uns die wild zerklüftete Küstenlinie, hinter jeder Kurve neue Ausblicke, Bergrücken, Felsblöcke, Abbrüche und Buchten. Schließlich ragte ein fast kreisrunder Tafelberg über 100 Meter aus dem Steilhang empor, obendrauf ein weißes Kirchlein und die Überreste einer Johanniterfestung. Aber die Abfahrt war zu schön. Selbst Rudolf, der für ein Lohnendes Fotomotiv Vollbremsungen riskiert, sauste weiter, bis wir unten am Kap angekommen waren. Und dieser Badeplatz übertraf all unsere Erwartungen. Das war ohne Einschränkungen eine Traumlage. Ein etwa 300 Meter langer Strand, an beiden Seiten begrenzt durch Bergflanken. Büsche und hohe Bäume direkt hinter uns. Von der Straße, die vor dem Strand ausläuft, hört und sieht man nichts. Die Sonne schien und scheint immer noch und ein leichtes Lüftchen macht den Aufenthalt hier paradiesisch. Was haben wir für ein Glück!
Gut, dass wir nicht immer auf Reiseführer hören. Ich widme mich einer meiner Lieblingsbeschäftigungen, dem Vergleich meiner Eindrücke mit den Beurteilungen im Reiseführer. In "Rhodos und Dodekanes" aus dem Michael Müller Verlag ist zwar von "traumhaften, fast menschenleeren Kiesstränden" die Rede
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